Über mich und meine Aquarellmalerei

Geboren bin ich in Gelsenkirchen, bin dort zur Schule gegangen und habe sehr früh, mit 13 Jahren, eine Lehre als Betriebsschlosser begonnen. Nach meiner Lehre habe ich zunächst erst einmal für einige Zeit in meinem Beruf gearbeitet, später aber in verschiedene andere Bereiche gewechselt, beispielsweise als Klima- und Kältetechniker und bin dann aber wieder als Schlosser im Hydraulikbereich zurückgekehrt. Von nun an hatte ich keinen Schichtdienst mehr und so war es für mich möglich die Abendschule weiterhin zu besuchen und dort mit der allgemeinen Hochschulreife die Schule abzuschließen. Nach der Wehrpflicht habe ich dann ein Studium begonnen. Mein letztes Studium habe ich mit einem Diplom im Bereich Informatik abgeschlossen. Die Themen aus der Informatik interessieren mich auch heute noch sehr. Nach dem Studium habe ich als Software-Entwicklungsingenieur für verschiedene Unternehmen gearbeitet und mich schließlich selbständig gemacht. Heute beschäftige ich mich mit IT-Themen nur noch aus privatem Interesse, da ich meine berufliche Laufbahn abgeschlossen habe. So betreibe ich diese Webseiten hier, beschäftige mich noch ein wenig mit der digitalen Fotografie, der Bildbearbeitung und dem Filmbereich. Gelegentlich übe ich einige meiner Lieblings-Musikstücke am Flügel. 

Ich lebe nun bereits seit über 25 Jahren in Wierstorf, einem kleinen Dorf, das zur Gemeinde Obernholz gehört. Diese Region wird aus historischen Gründen auch als Isenhagener Land bezeichnet und liegt in der Südheide, nicht weit von Gifhorn, Celle und Lüneburg entfernt. Also in Niedersachsen! Eine schöne Gegend, die zum Malen einlädt. Es gibt hier und da noch wunderschöne Heidelandschaften mit Schafen, Schäfer und Touristenführungen. Ich nutze die Heide-Motive in Bad Bodenteich, am Heiligen Hain bei Wahrenholz,  und vor allem in der Umgebung von Hermannsburg im Landkreis Celle, für meine Aquarell-Malerei. Das Otter-Zentrum ist in Hankensbüttel  zu finden und bietet schöne Tiermotive. Im angrenzenden Wittingen gibt es das Industriegebiet mit einem Binnenhafen. Alte Fachwerkhäuser findet man in Celle.

Ende 2015 habe ich mit dem Zeichnen und der Aquarellmalerei begonnen. Schnell habe ich gemerkt, dass sich vielfältige Möglichkeiten mit der Malerei erschließen lassen. Ich musste erst einmal lernen, dass ein gemaltes Bild etwas Eigenständiges ist und keine Fotografie. Weder Bild noch Fotografie bilden die Realität wirklich ab. Die Aquarellmalerei ist für mich Entertainment! Es werden Stimmungen durch gemalte Bilder erzeugt, die den Betrachter auf verschiedene Art und Weise ansprechen sollen. In meinen ersten Jahren, musste ich erst die Grundlagen der Aquarellmalerei lernen. Mit dieser 3. Neuauflage meiner Homepage möchte weiterer fortschreiten. Daher verabschiede ich mich von meinen älteren Arbeiten und schaue gespannt in die Zukunft…   

Ich versuche in meinen Bildern den Fokus auf die mir wichtige Dinge zu lenken, diese möglichst für den Betrachter erkennbar (realistisch, detailliert) darzustellen und das DRUMHERUM etwas zu vereinfachten. Der Betrachter soll durch das ganze Bild geführt werden. Hierzu gibt es verschiedene Techniken, die bereits die alten Meister angewandt haben. Bildaufbau, Komposition, Perspektive, Bildtiefe, Plastizität, Farben und Farbharmonie sind hierzu nur einige Schlagwörter. 

Mein Studium und meine beruflichen Arbeiten haben es mitgebracht, präzise den fachlichen Dingen auf den Grund zu gehen. Eine solche Vorgehensweise ist auch bei der Aquarellmalerei sehr zeit-intensiv. Um mich in die Thematik schneller einarbeiten zu können und meine Aquarellmalerei stetig zu verbessern, nehme ich an Workshops namhafter Aquarellisten teil. So bekomme ich direkt vor Ort kompetente und wichtige Informationen zu meinen Bildern und zu meiner Technik. Als Ergänzung nutze ich Bücher, Lehrfilme, sowie die digitalen Medien und gelegentlich die sozialen Netzwerke. Heutzutage besuche ich nur noch gelegentlich die regionalen Kreisvolkshochschulen in Gifhorn Wolfsburg, Salzwedel und Uelzen. Dafür nehme so oft wie möglich an Mal-Treffen teil. Was mir auch an der Aquarellmalerei sehr gefällt ist, dass man sich häufig mit Dingen beschäftigen muss, die über die Malerei hinaus gehen. Dinge wie die Anatomie von Tieren, Themen aus der Botanik oder Technik müssen gelegentlich recherchiert und ausgearbeitet werden,  bevor man beginnt sie zu zeichnen und zu malen. So wird neben der Malerei auch das Allgemeinwissen ständig erweitert. Ist das nicht eine schöne Sache?

Warum beschäftige ich mich fast nur mit der Aquarellmalerei? Die Aquarellmalerei ist einerseits sehr anspruchsvoll, da Fehler beim Malen kaum verziehen werden. Das Weiß im Aquarell wird nicht mit einer weißen Farbe gemalt, sondern bleibt ein unbemalter Teil des weißen Papieres. Daher wird ein Aquarell in der sogenannten Negativ-Technik gemalt. Oft keine einfache Sache! Es gibt natürlich noch viele weitere Dinge, die beachtet werden müssen! Also eine große Herausforderung für mich, der ich mich gerne stelle. Für die Aquarellmalerei benötigt man recht wenig Equipment. Wasser, Behälter, Pinsel, Papier und ein paar Farben reichen bereits aus. Die Farben trocknen sehr schnell und so kann man zu Hause oder draußen vor Ort malen. Man erhält relativ schnelle Ergebnisse. (Wenn man es kann …). Die Farben sind nicht giftig (bis auf wenige Ausnahmen, auf die man aber verzichte kann), und sind heutzutage sehr brillant. Man kann damit wunderschöne Bilder malen. All dies ist so spannend und interessant, dass ich mich so oft es geht, diesen Herausforderungen stelle. Klar, es gibt dabei immer wieder malerische Tiefpunkte, die aber schnell vergessen sind, wenn ein Aquarell wieder gelungen ist.

Durch die Aquarellmalerei habe ich viele Menschen mit gleichen Interessen kennen gelernt. Viele Stunden habe ich bereits gemeinsam mit anderen Aquarellisten gemalt. Oft malen wir ein und dasselbe Motiv. Unsere Ergebnisse sind immer sehr verschieden und jedes Bild hat seinen eigenen Charme. Jedesmal ist dies eine schöne Erfahrung! —-  Am liebsten male ich draußen vor Ort an der frischen Luft. Dies ist eine noch größere Herausforderung. Das Wetter und die vielen Dinge, die man entdecken kann, müssen erst einmal unter einem Hut gebracht werden. Wind , Sonne Regen, Kälte und die vielen Details erschweren die Aquarellmalerei erheblich.  Wer aber einmal draußen gemalt hat, wird dies für lange Zeit nicht vergessen. Dies liegt wohl daran, dass man sich länger und intensiver mit einer Umgebung und den Objekten beschäftigt hat. Dies ist mit ein Grund dafür, warum ich mit Begeisterung fast ausschließlich Aquarelle male.